Haben Haie einen Geruchssinn?
Haie haben einen Geruchssinn, und er ist extrem fein. Sie nehmen winzige Mengen Blut im Wasser wahr, unter guten Bedingungen schon aus mehreren hundert Metern Entfernung. Dass Haie Blut „kilometerweit“ riechen können, wie es oft heißt, ist allerdings übertrieben.
Die Riechorgane sitzen vorn am Kopf. Zwei Öffnungen, die an Nasenlöcher erinnern, lassen Wasser hindurchströmen, während der Hai schwimmt. In diesen Kanälen sitzen Sinneszellen, die chemische Stoffe im Wasser aufspüren, zum Beispiel von einem verletzten Tier.
Die Nase eines Hais ist nur zum Riechen da, nicht zum Atmen. Geatmet wird über Maul und Kiemen. Der Geruchssinn hilft Haien bei der Jagd, bei der Partnersuche und sogar dabei, Gefahren auszuweichen.
Wie weit ein Hai Blut riechen kann, hängt vor allem von der Richtung und der Geschwindigkeit der Strömung ab. Manche Arten wie der Weiße Hai und der Hammerhai riechen besonders gut. Das macht sie zu effektiven Jägern, auch in dunklem oder trübem Wasser, wo die Augen wenig nützen.