Was ist ein Quad im Eiskunstlauf?
Ein Quad im Eiskunstlauf ist ein Sprung mit vier vollen Umdrehungen in der Luft, bevor der Läufer wieder auf dem Eis landet. Der Name kommt vom englischen „quadruple“, also vierfach. Auf Deutsch sagt man auch Vierfachsprung.
Es ist einer der schwierigsten Sprünge der Sportart. Der Körper muss extrem schnell rotieren, um vier Umdrehungen in sehr kurzer Zeit unterzubringen. Dafür braucht es Kraft, Technik und Präzision. Und Mut, denn das Tempo ist hoch und ein Sturz kann böse enden.
Am häufigsten springen Läufer den vierfachen Toeloop und den vierfachen Salchow. Die beiden unterscheiden sich im Absprung. Bei den Männern gehören Quads heute zum festen Programm der Weltspitze. Bei den Frauen sind sie seltener, in den letzten Jahren aber häufiger geworden.
Den ersten Quad im Wettkampf stand Kurt Browning 1988 bei der WM in Budapest, es war ein vierfacher Toeloop. Die erste Frau war Miki Ando mit einem vierfachen Salchow im Dezember 2002. Der schwerste Quad ist der vierfache Axel: Weil er vorwärts abgesprungen wird, braucht er sogar viereinhalb Umdrehungen. Im Wettkampf hat ihn bisher nur Ilia Malinin gestanden, zum ersten Mal 2022.
Bei großen Meisterschaften sind Quads oft das Zünglein an der Waage. Die Jury belohnt den Schwierigkeitsgrad mit hohen Punkten, zieht aber streng ab, wenn die Landung nicht sauber ist.