Wie schnell ließ Hitler nach dem Altmark-Zwischenfall die Invasion Norwegens planen?
Hitler begann nur fünf Tage nach dem Altmark-Zwischenfall mit der konkreten Planung des Angriffs auf Norwegen und Dänemark. Der Zwischenfall war am 16. Februar 1940. Schon am 21. Februar beauftragte er General Nikolaus von Falkenhorst mit der Leitung der Invasionsplanung.
Die Altmark war ein deutsches Versorgungsschiff. Sie hatte das Panzerschiff Admiral Graf Spee im Südatlantik mit Treibstoff versorgt und etwa 300 gefangene britische Seeleute an Bord. Im norwegischen Jøssingfjord enterte der britische Zerstörer HMS Cossack das Schiff und befreite die Gefangenen. Norwegen war damals neutral.
Für Berlin war das ein Warnsignal. Die Aktion zeigte, dass die Alliierten in Skandinavien eingreifen konnten. Hitler wollte deshalb schnell handeln und wichtige Häfen und Nachschubwege sichern.
Aus der Planung wurde das Unternehmen Weserübung, der deutsche Feldzug gegen Norwegen und Dänemark im Frühjahr 1940. Die deutsche Führung fürchtete, dass die Briten zuerst zuschlagen würden. Hitler setzte seine Generäle deshalb unter Druck, die Pläne in wenigen Wochen fertigzustellen. Am 9. April 1940 begann der Angriff.
Über eine Invasion Norwegens war schon seit Dezember 1939 gesprochen worden, als Vidkun Quisling Hitler traf. Quisling führte die norwegische faschistische Partei Nasjonal Samling und arbeitete später mit den deutschen Besatzern zusammen. Der Altmark-Zwischenfall war der Auslöser, der die Planung drastisch beschleunigte.