Was ist Mekonium?

Mekonium ist der erste Stuhl, den ein Neugeborenes ausscheidet. Er ist dunkelgrün bis fast schwarz, zäh wie Teer und praktisch geruchlos. Im Deutschen heißt er deshalb auch Kindspech.

Das Mekonium entsteht schon im Mutterleib. Es besteht aus Fruchtwasser und Hautzellen, die das Baby dort geschluckt hat. Dazu kommen abgestorbene Darmzellen und Gallenflüssigkeit.

Die meisten Babys scheiden das Kindspech in den ersten ein bis zwei Tagen nach der Geburt aus. Viele Eltern erschrecken beim ersten Blick in die Windel, aber die Farbe und die klebrige Konsistenz sind völlig normal und kein Zeichen für eine Krankheit.

Hebammen und Ärzte achten genau darauf, wann das erste Mekonium kommt. Bleibt es in den ersten 24 Stunden aus, kann das auf ein Problem im Darm hindeuten, und die Klinik untersucht das Baby genauer. Ein durch Mekonium verstopfter Darm tritt vor allem bei Kindern mit Mukoviszidose auf.

Sobald das Baby Muttermilch oder Säuglingsnahrung trinkt, verschwindet das Mekonium nach und nach. Der Stuhl wird heller und nimmt eine gelbgrüne Farbe an.

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