Was ist Chronophobie?

Chronophobie ist die Angst vor der Zeit, genauer gesagt vor dem Gefühl, dass die Zeit vergeht. Betroffene bekommen Angst, wenn sie daran denken, dass jeder Moment für immer verschwindet. Das Wort kommt aus dem Griechischen: chronos heißt Zeit, phobos heißt Furcht.

Oft wird diese Angst besonders stark, wenn sich jemand gefangen fühlt, etwa im Gefängnis oder bei einem langen Krankenhausaufenthalt. Auch ältere und schwer kranke Menschen sind häufiger betroffen. Manche fürchten vor allem, wertvolle Zeit zu verlieren. Andere geraten schon in Unruhe, wenn sie einer tickenden Uhr zusehen.

Chronophobie ist nicht dasselbe wie die Angst vor dem Älterwerden, auch wenn sich beides überschneiden kann. Es geht weniger ums Altern als um das Vergehen der Zeit selbst und darum, wie wenig Kontrolle wir darüber haben.

Behandeln lässt sich Chronophobie mit Psychotherapie, etwa Verhaltenstherapie, und mit Übungen, die den Blick auf die Gegenwart lenken statt auf Zukunft oder Vergangenheit. Wie bei anderen Phobien ist die Stärke von Person zu Person sehr unterschiedlich.

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