Was ist Dopamin und wie wirkt es im Körper?
Dopamin ist ein Botenstoff, mit dem dein Gehirn Signale zwischen Nervenzellen weitergibt. Es spielt eine Schlüsselrolle dabei, wie du Freude, Motivation und Belohnung erlebst.
Wenn du etwas tust, das dir gefällt, zum Beispiel Schokolade isst oder Sport machst, schüttet dein Gehirn Dopamin aus. Es markiert das Erlebnis als lohnend und weckt den Wunsch, es wieder zu tun. So lernt das Gehirn, welches Verhalten sich lohnt.
Dopamin wirkt aber nicht nur auf die Stimmung. Es beeinflusst auch Schlaf, Aufmerksamkeit und Lernen. Fehlt Dopamin, fehlen oft auch Energie und Antrieb. Bei Parkinson sterben die Nervenzellen ab, die Dopamin herstellen. Deshalb bekommen Betroffene das Medikament L-Dopa, das im Gehirn zu Dopamin umgewandelt wird.
Manche Drogen und Medikamente treiben den Dopaminspiegel künstlich in die Höhe. Das kann abhängig machen, weil das Gehirn immer mehr von diesem Belohnungsgefühl will.
In den Medien heißt Dopamin oft „Glückshormon“. Eine wissenschaftliche Grundlage hat der Name nicht: Dopamin ist vor allem ein Antreiber. Dass es überhaupt ein eigener Botenstoff ist, zeigte der schwedische Forscher Arvid Carlsson erst Ende der 1950er-Jahre. Im Jahr 2000 bekam er dafür den Nobelpreis für Medizin, zusammen mit zwei Kollegen.