Warum ist der Himmel blau?
Der Himmel ist blau, weil die Luft das Sonnenlicht streut, und zwar blaues Licht viel stärker als rotes. Blaues Licht hat eine kürzere Wellenlänge und wird von den Gasmolekülen in der Atmosphäre in alle Richtungen verteilt. Schaust du nach oben, erreicht deshalb mehr Blau dein Auge als jede andere Farbe.
Der Fachbegriff dafür ist Rayleigh-Streuung, benannt nach Lord Rayleigh, der den Effekt im 19. Jahrhundert berechnete. Sonnenlicht ist eigentlich weiß und enthält alle Farben. Erst die Streuung sorgt dafür, dass Blau dominiert.
Steht die Sonne tief, legt ihr Licht einen viel längeren Weg durch die Atmosphäre zurück. Das Blau wird unterwegs zur Seite gestreut, übrig bleiben Rot und Orange. Deshalb glüht der Himmel bei Sonnenuntergang.
Auf dem Mond gibt es keine Atmosphäre und damit nichts, was das Licht streuen könnte. Der Himmel dort ist immer schwarz, auch wenn die Sonne scheint.
Eigentlich müsste unser Himmel sogar violett sein, denn violettes Licht wird noch stärker gestreut als blaues. Dass wir ihn trotzdem blau sehen, hat zwei Gründe: Das Sonnenlicht enthält weniger Violett als Blau, und unsere Augen reagieren auf Violett deutlich schwächer.