Was genau ist ein Fjord?

Ein Fjord ist ein langer, schmaler Meeresarm in einem Tal, das ein Gletscher ausgehobelt hat. Er hat steile Wände und reicht oft weit ins Land hinein. Nach der letzten Eiszeit füllte das Meer das Tal mit Salzwasser.

Die norwegischen Fjorde sind berühmt für Felswände, die senkrecht ins Wasser stürzen. Von einer gewöhnlichen Bucht unterscheidet sich ein Fjord vor allem durch seine Entstehung aus einem Gletschertal. Am Eingang hat er oft eine flache Schwelle. Der Sognefjord, Norwegens längster Fjord, ist an seiner tiefsten Stelle 1.308 Meter tief.

Fjorde gibt es überall dort, wo einst mächtige Gletscher am Werk waren: in Norwegen, Neuseeland, Kanada und Chile. Zu den bekanntesten zählen der Sognefjord und der Geirangerfjord.

Die Gletscher schürften während der Eiszeit tiefe Täler aus. Als das Eis schmolz, stieg der Meeresspiegel und flutete die Täler. Deshalb reicht in Fjorden bis heute Meerwasser weit ins Landesinnere.

Die Kieler Förde und die Flensburger Förde heißen zwar fast so, sind geologisch aber keine Fjorde. Auch sie stammen aus der Eiszeit, entstanden aber durch Gletscherzungen im Flachland und nicht durch Talgletscher im Gebirge.

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