Was ist ein Tiefdruckgebiet?
Ein Tiefdruckgebiet ist ein Bereich der Atmosphäre, in dem der Luftdruck niedriger ist als in der Umgebung. Steigt Luft in einem Tief nach oben, sinkt am Boden der Druck, weil dann weniger Luft auf dem Boden lastet.
Das passiert oft, weil warme Luft aufsteigt. Je höher sie kommt, desto mehr kühlt sie ab, und es bilden sich Wolken und Regen. Deshalb bedeutet ein Tief meistens grauen Himmel, Wind und Niederschlag. Das Gegenstück ist das Hochdruckgebiet mit ruhigen, oft sonnigen Tagen.
Die vorherrschenden Westwinde treiben die meisten Tiefs vom Atlantik nach Deutschland. Solche Tiefs bringen schnelle Wetterwechsel, weil sich Luftmassen bewegen und vermischen. Der Wind weht dabei auf das Zentrum des Tiefs zu und drückt die Luft dort noch stärker nach oben. Auf der Nordhalbkugel kreist sie gegen den Uhrzeigersinn um den Kern.
Zum Vergleich: Der normale Luftdruck auf Meereshöhe liegt bei rund 1013 Hektopascal. Den deutschen Rekord hält Emden, wo am 27. November 1983 nur 954,4 Hektopascal gemessen wurden.
Seit 2002 kann in Deutschland jeder eine Wetterpatenschaft übernehmen und so einem Hoch oder Tief einen Vornamen geben. Die Aktion Wetterpate der Freien Universität Berlin vergibt die Namen gegen eine Gebühr.