In welchem Land liegt Tschernobyl?
Tschernobyl liegt in der Ukraine, nicht in Russland. Weltberühmt wurde der Ort durch die Reaktorkatastrophe von 1986. Damals explodierte ein Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl und verteilte radioaktives Material über große Teile Europas. Die radioaktive Wolke machte an keiner Landesgrenze halt.
Die Stadt Tschernobyl liegt etwa 15 Kilometer südlich des Kraftwerks. Heute verbinden viele den Namen nur mit dem Unglück. Ursprünglich war Tschernobyl aber einfach eine kleine Stadt nahe der Grenze zu Belarus.
Nach dem Unfall wurde ein großes Gebiet rund um das Kraftwerk geräumt. In dieser sogenannten Sperrzone darf bis heute niemand regulär wohnen. Ganz leer ist sie trotzdem nicht: Einige ältere Menschen sind in ihre Dörfer zurückgekehrt und leben dort. Dazu kommen Wissenschaftler und Arbeiter, die im Schichtdienst die Anlage überwachen und sichern.
Reaktor 4 steckt heute unter einer riesigen Stahlhülle. Die Hülle soll verhindern, dass radioaktive Partikel nach außen gelangen. Die Zone zog über die Jahre auch abenteuerlustige Touristen an, die die Geisterstadt sehen und mehr über ein wichtiges Kapitel der Weltgeschichte erfahren wollten.