Was ist ein Absorptionsspektrum?

Ein Absorptionsspektrum ist ein Muster aus dunklen Linien oder Bändern in einem sonst durchgehenden Farbspektrum. Es entsteht, wenn Licht durch einen Stoff fällt, zum Beispiel ein Gas, und dieser Stoff bestimmte Wellenlängen verschluckt.

Jedes Atom und jedes Molekül schluckt nur ganz bestimmte Wellenlängen. Deshalb hat jeder Stoff sein eigenes Linienmuster, so unverwechselbar wie ein Fingerabdruck. Astronomen lesen daran ab, welche Elemente in Sternen und Planeten stecken, allein aus deren Licht.

Du kannst dir das wie einen Regenbogen vorstellen, in dem einzelne Farben fehlen. Schickt man Licht erst durch ein Gas und dann durch ein Prisma, bleiben an manchen Stellen dunkle Lücken. Genau dort hat das Gas die Energie aufgenommen.

Die bekanntesten dunklen Linien stecken im Sonnenlicht. Der deutsche Physiker Joseph von Fraunhofer vermaß sie 1814 und zählte mehrere Hundert davon. Diese Fraunhofer-Linien verraten bis heute, aus welchen Elementen die Sonnenatmosphäre besteht.

Absorptionsspektren verraten nicht nur, woraus ein Stoff besteht. Dazu kommen Hinweise auf Temperatur und Dichte des beobachteten Objekts. Ohne sie wüssten wir kaum, aus welchen Stoffen das Universum aufgebaut ist.

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