Was ist der Zehnkampf in der Leichtathletik?

Der Zehnkampf ist ein Mehrkampf der Leichtathletik, der aus zehn Disziplinen besteht und an zwei Tagen ausgetragen wird. Für jede Leistung gibt es Punkte, und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

Am ersten Tag stehen 100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung und 400 Meter auf dem Programm. Am zweiten Tag folgen 110 Meter Hürden, Diskuswurf, Stabhochsprung, Speerwurf und 1.500 Meter. Zehnkämpfer müssen also Sprint, Sprung, Wurf und Ausdauer auf hohem Niveau beherrschen.

Der Zehnkampf gilt als härteste Prüfung für die Vielseitigkeit eines Athleten. Der Sieger trägt deshalb traditionell den Titel „König der Athleten“, weil der Wettbewerb so viele verschiedene Fähigkeiten verlangt.

Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften treten im Zehnkampf nur Männer an. Frauen bestreiten dort den Siebenkampf mit sieben Disziplinen. Einen Zehnkampf für Frauen gibt es trotzdem: Den Weltrekord hält seit 2005 die Litauerin Austra Skujytė mit 8.358 Punkten.

Deutschland hat im Zehnkampf eine lange Tradition. Niklas Kaul wurde 2019 in Doha Weltmeister, und Leo Neugebauer gewann 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris die Silbermedaille.

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