Was ist BDSM?
BDSM ist ein Sammelbegriff für sexuelle Vorlieben und Rollen, in denen es um Macht, Kontrolle und intensive Reize geht. Die Abkürzung kommt aus dem Englischen und steht für drei Paare: Bondage and Discipline, Dominance and Submission, Sadism and Masochism. Auf Deutsch heißt das Bondage und Disziplin, Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus.
Manche spielen gern mit Seilen, Handschellen oder Augenbinden. Andere mögen Rollenspiele, in denen eine Person führt und die andere folgt. Wieder andere erkunden Fantasien rund um Schmerz und Lust. Wichtig ist vor allem, dass beide mitmachen wollen und vorher Grenzen abgesprochen haben.
BDSM ist nicht nur Sex. Es geht auch um Kommunikation, Grenzen und Vertrauen. Viele verwenden ein sogenanntes Safeword, mit dem sich das Spiel jederzeit stoppen lässt. Gemeinsame Regeln geben vielen ein Gefühl von Kontrolle, Sicherheit und zusätzlicher Spannung.
Wie BDSM aussieht, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Manche probieren nur Kleinigkeiten aus, für andere ist es ein wichtiger Teil des Alltags oder der Beziehung. Alles muss freiwillig und sicher sein, damit es allen Beteiligten Spaß macht.
Zwei der Begriffe sind nach Schriftstellern benannt. Sadismus geht auf den Franzosen Marquis de Sade zurück, Masochismus auf den Österreicher Leopold von Sacher-Masoch, der „Venus im Pelz“ schrieb.