Was ist Swinging?
Swinging bedeutet, dass Paare ihre Partner tauschen, um Sex mit anderen zu haben, gemeinsam oder getrennt. Das wird manchmal missverstanden. Im Kern geht es darum, dass Erwachsene im gegenseitigen Einvernehmen sexuelle Erlebnisse mit anderen Paaren oder Singles teilen.
Manche treffen sich dafür auf privaten Partys oder zu Hause. Andere gehen in Swingerclubs oder buchen Reisen, bei denen Swinging dazugehört. Es gibt geschlossene Kreise und offenere Plattformen für solche Treffen. Fast überall gilt derselbe Grundsatz: Alles passiert in einem sicheren Rahmen, mit gegenseitigem Einverständnis und klaren Absprachen. In der deutschen Szene heißt das Motto „Alles kann, nichts muss“.
Swinging wird oft mit einer offenen Beziehung oder mit Polyamorie verwechselt. Der Unterschied: Beim Swinging geht es vor allem um Sex, nicht darum, mehrere Liebesbeziehungen zu führen. Das Paar bleibt ein Paar.
Neu ist das alles nicht. Als Bewegung entstand Swinging Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA. Ab Ende der 1960er-Jahre verbreitete es sich auch in Westdeutschland. Mehr Aufmerksamkeit bekam das Thema in den letzten Jahrzehnten, weil Menschen offener über verschiedene Beziehungsformen sprechen.