Wie funktioniert WLAN im Flugzeug?
WLAN im Flugzeug funktioniert, weil die Maschine selbst eine Internetverbindung hat und diese an Bord per WLAN an die Passagiere weitergibt. Die meisten modernen Flugzeuge mit Internet an Bord tragen dafür Antennen oben auf dem Rumpf, die mit Satelliten im Orbit kommunizieren.
Das Flugzeug sendet Signale an den Satelliten und empfängt sie von ihm. Der Satellit leitet die Daten weiter an Bodenstationen, die am normalen Internet hängen. Weil das Signal einen Umweg über den Weltraum nimmt, ist die Verbindung oft etwas langsamer als zu Hause.
Ältere Systeme arbeiten anders: Antennen an der Unterseite des Rumpfs fangen Signale von Funkmasten am Boden auf. Das klappt am besten auf kurzen Strecken über Land, wo viele Masten stehen, aber nicht über dem Meer oder in abgelegenen Gegenden. Ganz verschwunden ist die Idee trotzdem nicht. In Europa hat die Deutsche Telekom zusammen mit dem Satellitenbetreiber Inmarsat ein Netz aufgebaut, das rund 300 LTE-Bodenstationen in etwa 30 Ländern mit einem Satelliten kombiniert.
Weil sich viele Passagiere die Bandbreite gleichzeitig teilen, schwankt das Tempo an Bord. Die Technik wird aber ständig besser, und immer mehr Flüge bieten stabiles WLAN über die ganze Strecke, auch auf langen Routen über den Ozean. Und das in rund zehn Kilometern Höhe, weit weg von jedem Kabel.