Was misst das Handicap beim Golf?
Das Handicap beim Golf misst, wie gut ein Spieler im Vergleich zu einem Scratch-Golfer ist, also zu jemandem mit Handicap 0, der ungefähr Par spielt. Je niedriger dein Handicap, desto besser spielst du. Ein hohes Handicap bedeutet, dass du mehr Schläge zur Verfügung hast als jemand mit einem niedrigen.
Das System sorgt dafür, dass Spieler auf ganz unterschiedlichem Niveau gegeneinander antreten können. Hat ein Spieler Handicap 10 und sein Gegner Handicap 20, bekommt der Gegner für die Runde zehn Schläge gutgeschrieben. So haben beide eine Chance zu gewinnen, wenn sie für ihr eigenes Niveau gut spielen.
Das Handicap passt sich laufend an, je nachdem, wie gut du im Verhältnis zur Schwierigkeit des Platzes und zum Par gespielt hast. Nach jeder gewerteten Runde kann sich die Zahl ändern. Spielst du besser, sinkt sie. Spielst du schlechter, steigt sie. Das macht Golf zu einem sozialen Sport, bei dem fast jeder mitspielen kann, egal wie gut er ist.
Seit 2021 gilt auch in Deutschland das World Handicap System mit weltweit einheitlichen Regeln. Dein Handicap-Index ergibt sich dort aus den acht besten Ergebnissen deiner letzten 20 gewerteten Runden. Der höchste Wert ist 54, vereinfacht gesagt drei Schläge über Par auf jedem Loch.