Was ist Pediophobie?
Pediophobie ist die Angst vor Puppen. Sie zählt zu den spezifischen Phobien und richtet sich gegen alles Puppenartige: Spielzeugpuppen, Porzellanpuppen und sogar Schaufensterpuppen im Laden.
Manchen reicht schon der Gedanke an eine Puppe, um unruhig zu werden. Steht die Puppe dann vor ihnen, wird es schlimmer: feuchte Hände, schneller Puls, echte Angst.
Oft steckt das unheimliche Gefühl dahinter, das Puppen auslösen können. Puppen sehen aus wie Menschen, leben aber nicht. Darauf reagiert unser Gehirn seltsam. Forscher nennen das Phänomen „Uncanny Valley“, auf Deutsch unheimliches Tal: Etwas sieht fast menschlich aus, aber eben nur fast. Beschrieben hat es der japanische Robotikforscher Masahiro Mori schon 1970.
Es gibt viele Phobien, doch Pediophobie sticht heraus. Puppen wurden schließlich gebaut, um freundlich zu wirken. Gruselfilme und Bücher haben trotzdem ihren Teil dazu beigetragen, dass viele ein gespanntes Verhältnis zu Puppen haben. Chucky, die Mörderpuppe, lässt grüßen.
Nicht verwechseln: Pädophobie mit ä ist die Angst vor Kindern. Der Name Pediophobie kommt vom griechischen paidion, kleines Kind, und genau so sehen viele Puppen aus.