Was ist Icing im Eishockey?

Icing im Eishockey liegt vor, wenn ein Spieler den Puck aus der eigenen Hälfte über die gegnerische Torlinie schießt, ohne dass ihn unterwegs jemand berührt. Das Spiel wird unterbrochen, und das Bully findet im Verteidigungsdrittel der Mannschaft statt, die den Puck weggeschossen hat. Im deutschen Regelbuch heißt das Vergehen „unerlaubter Befreiungsschuss“.

Die Regel gibt es, damit Mannschaften den Puck nicht einfach ans andere Ende der Eisfläche schlagen, um Zeit zu schinden oder Druck abzubauen. Stattdessen müssen die Spieler den Puck kontrolliert nach vorn bringen, etwa mit einem Pass. Das hält das Spiel im Fluss und macht es spannender.

Es gibt ein paar Ausnahmen. Spielt eine Mannschaft wegen einer Strafe in Unterzahl, darf sie den Puck über die ganze Eisfläche schießen, ohne dass Icing gepfiffen wird. Und landet der Puck im Tor, zählt der Treffer, statt dass es Icing gibt. Diese Ausnahmen bringen Taktik und Abwechslung ins Spiel.

Seit 2014 gilt bei der IIHF und auch in Deutschland das sogenannte Hybrid-Icing. Dabei entscheidet der Linienrichter, wer als Erster die Höhe der Bullypunkte im Verteidigungsdrittel erreicht. Liegt ein Verteidiger vorn, pfeift er Icing. Hat der Angreifer die Nase vorn, läuft das Spiel weiter.

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