In welcher Einheit wird Lautstärke gemessen?

Lautstärke wird in Dezibel gemessen. Die Einheit wird mit dB abgekürzt und beschreibt, wie laut oder leise ein Geräusch ist.

Die Dezibelskala ist logarithmisch. Steigt der Pegel um 10 dB, empfinden wir das Geräusch ungefähr als doppelt so laut. Ein Geräusch mit 70 dB klingt für uns also etwa doppelt so laut wie eines mit 60 dB.

Ein paar Beispiele auf der Dezibelskala:

  • 0 dB: der leiseste Ton, den ein gesundes Kind hören kann
  • 20 dB: raschelnde Blätter bei Windstille
  • 30 dB: Flüstern
  • 60 dB: normales Gespräch
  • 75 dB: Verkehr an einer stark befahrenen Straße, vom Gehweg aus
  • 85 dB: ab hier schadet Dauerlärm dem Gehör
  • 90 dB: Presslufthammer in 40 Metern Entfernung
  • 110 dB: startendes Düsenflugzeug in 100 Metern Entfernung
  • 120 bis 140 dB: Schmerzgrenze
  • 140 bis 150 dB: Gewehrschuss aus einem Meter Entfernung
  • 180 dB: Kanonenschuss, das Trommelfell kann reißen
  • rund 194 dB: lauter kann Schall in Luft nicht werden

In Deutschland steht die 85-Dezibel-Marke sogar in einer Verordnung. Liegt der Lärm am Arbeitsplatz im Tagesdurchschnitt bei 85 dB(A) oder mehr, muss der Arbeitgeber nach der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung dafür sorgen, dass Gehörschutz getragen wird. Ab 80 dB(A) muss er ihn bereits zur Verfügung stellen.

Nach oben hat die Skala in Luft eine natürliche Grenze. Bei rund 194 dB schwankt der Luftdruck so stark, dass in den Wellentälern ein Vakuum entsteht. Alles darüber gilt nicht mehr als Schall, sondern als Stoßwelle.

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