Was ist Pfingsten?
Pfingsten ist ein christliches Fest. Es erinnert daran, dass der Heilige Geist auf die Jünger Jesu herabkam, am fünfzigsten Tag der Osterzeit, sieben Wochen nach dem Ostersonntag. Für die Kirche gilt dieses Ereignis als ihr Geburtstag: Mit Pfingsten begann die christliche Gemeinde.
Der Name kommt vom griechischen „pentekoste“, das heißt „der fünfzigste“. Weil Ostern jedes Jahr wandert, wandert Pfingsten mit. Der Pfingstsonntag fällt frühestens auf den 10. Mai und spätestens auf den 13. Juni.
In Deutschland ist der Pfingstmontag ein gesetzlicher Feiertag, ebenso in Österreich und in weiten Teilen der Schweiz. Viele kennen Pfingsten deshalb vor allem als langes Wochenende. Neben Weihnachten und Ostern gehört es aber zu den großen Festen des Kirchenjahres.
Früher war Pfingsten eine beliebte Zeit für Hochzeiten. In Skandinavien schmückte man die Häuser mit Birkenzweigen. Auch in Deutschland gehört die Birke zu Pfingsten. In manchen ländlichen Gegenden bringen junge Männer in der Nacht vor Pfingstsonntag geschmückte Birkenzweige zum Haus ihrer Freundin.
Von einem alten Brauch stammt auch der Pfingstochse. Wenn das Vieh nach dem Winter zum ersten Mal auf die Weide getrieben wurde, schmückte man einen Ochsen mit Kränzen und Blumen. Bekannt ist der Brauch heute vor allem noch im Alpenraum. Daher kommt die Redewendung „geschmückt wie ein Pfingstochse“.