Was ist Dubstep?
Dubstep ist eine Richtung der elektronischen Musik, die Anfang der 2000er-Jahre in London entstanden ist, vor allem im Süden der Stadt. Typisch sind schwere Basslinien und ein Tempo von etwa 140 Schlägen pro Minute. House läuft zum Vergleich meist mit 120 bis 130.
Das Markenzeichen ist ein tiefer, wabernder Bass, der die Lautsprecher zum Vibrieren bringt. Fans nennen ihn Wobble-Bass. Dazu kommen dramatische Pausen und unerwartete Soundeffekte. Viele Tracks beginnen ruhig, bis der Bass plötzlich einsetzt. Dieser Moment heißt Drop und sorgt für den großen Energieschub.
Die Wurzeln liegen im UK Garage, im Drum and Bass und im Dub Reggae. Das Album „Untrue“ des Londoners Burial erschien 2007 und wurde für den Mercury Prize nominiert. Der Amerikaner Skrillex machte den Sound danach einem Massenpublikum bekannt. Er hat bis heute neun Grammys gewonnen, mehr als jeder andere Act der elektronischen Tanzmusik.
Heute läuft Dubstep in Clubs und auf großen Festivals. Der Sound hat längst andere Genres angesteckt: Dubstep-Elemente tauchen in Popsongs genauso auf wie in Werbespots.