Wie heiß wird der Ofen in einem Krematorium?

Der Ofen in einem Krematorium erreicht meist 800 bis 1.000 Grad Celsius. Das reicht, um einen ganzen Körper in etwa anderthalb bis zwei Stunden zu Asche und kleinen Knochenresten zu verbrennen.

So heiß muss es sein, damit die Verbrennung schnell und hygienisch abläuft. Die hohe Temperatur sorgt auch dafür, dass alles organische Material vollständig verbrennt. Das ist wichtig für die Sicherheit und aus Respekt vor dem Verstorbenen. In Deutschland ist die Mindesttemperatur sogar vorgeschrieben: Die 27. Bundes-Immissionsschutzverordnung verlangt in der Nachbrennkammer mindestens 850 Grad. Ist es dort kälter, darf kein Sarg in den Ofen eingefahren werden.

Um diese Hitze zu erreichen und zu halten, laufen die meisten Öfen mit Erdgas, manche auch elektrisch. Moderne Krematorien haben außerdem Filter, die Partikel und Gase aus dem Abgas holen und die Emissionen so niedrig wie möglich halten.

Zum Vergleich: Dein Backofen zu Hause schafft etwa 200 bis 250 Grad. In Grad Celsius gerechnet ist die Temperatur im Kremationsofen also rund viermal so hoch wie in deiner Küche.

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