Woher hat der Pottwal seinen Namen?

Der Pottwal heißt so, weil sein riesiger, kantiger Kopf an einen Pott erinnert, ein niederdeutsches Wort für Topf. Auf Englisch trägt derselbe Wal einen deutlich seltsameren Namen: sperm whale, wörtlich Spermawal.

Der englische Name geht auf eine Verwechslung zurück. Im Kopf des Pottwals sitzt eine große Menge einer weißlichen, öligen Substanz. Man hielt sie für Samenflüssigkeit und nannte sie Spermaceti, lateinisch für „Walsamen“. Auf Deutsch heißt der Stoff Walrat. Mit Fortpflanzung hat er nichts zu tun.

Walrat füllt ein großes Organ im Kopf, das Spermaceti-Organ. Wahrscheinlich hilft der Walrat dem Pottwal, Schallwellen zu bündeln, wenn er in der Tiefe per Echoortung nach Tintenfischen jagt. Die ältere Vermutung, dass der Wal damit seinen Auftrieb steuert, gilt heute als unwahrscheinlich.

Zur Zeit des Walfangs war Walrat heiß begehrt. Daraus wurden Kerzen, Schmiermittel und Kosmetik hergestellt. Der englische Name hat sich trotzdem gehalten, obwohl er auf einem Missverständnis beruht.

Heute ist der Pottwal das größte Raubtier mit Zähnen auf der Erde. Ausgewachsene Bullen werden bis zu 18 Meter lang, ungefähr so lang wie ein Gelenkbus. Auf der Jagd nach Riesenkalmaren tauchen sie über 2.000 Meter tief, in völliger Dunkelheit.

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