Wann liefen die Olympischen Spiele erstmals im Fernsehen?
Die Olympischen Spiele liefen zum ersten Mal bei den Sommerspielen 1936 in Berlin im Fernsehen. Fernseher im Wohnzimmer gab es damals praktisch noch nicht. Zuschauen konnte man trotzdem, in öffentlichen Fernsehstuben, die überall in Berlin eingerichtet wurden.
Vom Reichssportfeld gingen die Bilder per Kabel zum Sender und von dort in etwa 25 Fernsehstuben. Rund 150.000 Menschen sahen die Spiele während der Wettkämpfe live auf dem Bildschirm.
Ins eigene Wohnzimmer kamen die Spiele erst 1948 aus London. Die BBC übertrug täglich mehrere Stunden live, allerdings nur im Raum London, wo rund eine halbe Million Zuschauer vor den Geräten saßen. Live in mehrere Länder Europas gingen olympische Bilder erstmals 1956 bei den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo.
Berlin 1936 bleibt trotzdem die Premiere: das erste Mal, dass Menschen Olympia live im Fernsehen verfolgen konnten, wenn auch in sehr begrenzter Form. Heute gehört die Übertragung der Spiele zu den größten Fernsehereignissen der Welt und erreicht Milliarden Zuschauer auf allen Kontinenten.