Was ist der Hammer beim Curling?
Der Hammer beim Curling ist das Recht, den letzten Stein eines Ends zu spielen. Das ist ein großer Vorteil, denn dieser letzte Stein entscheidet oft darüber, wer punktet.
Ein Curlingspiel ist in Abschnitte eingeteilt, die Ends heißen. Bei großen Turnieren sind es zehn, bei kleineren oft acht. In jedem End spielt jedes Team acht Steine, immer abwechselnd. Wer den sechzehnten und letzten Stein hat, kann auf alles reagieren, was vorher passiert ist: einen Punkt sichern, mehrere Punkte holen oder einen gegnerischen Stein aus dem Haus schießen.
Der Hammer wechselt nicht automatisch nach jedem End. Im nächsten End bekommt ihn das Team, das keine Punkte gemacht hat. Punktet das Team ohne Hammer, behält der Gegner ihn also. Punktet niemand, bleibt der Hammer ebenfalls beim selben Team. Ein leeres Haus ist für das Team mit Hammer deshalb kein Unglück, es behält seinen Vorteil.
Wer im ersten End den Hammer hat, steht schon vor dem Spiel fest. Im Freizeitsport entscheidet oft ein Münzwurf. Bei großen Meisterschaften zählt ein Zielwurf auf die Hausmitte oder die bisherige Bilanz der Teams. In engen Partien entscheidet der Hammer oft das letzte End. Viele Teams bauen ihre ganze Taktik darauf auf, ihn im richtigen Moment zu haben.