Wofür steht die Abkürzung ISBN auf Büchern?

ISBN steht für International Standard Book Number. Dahinter steckt ein internationales System, das jedem Buch eine eigene, eindeutige Nummer gibt.

Der Sinn ist einfach: Bücher sollen sich überall auf der Welt leicht finden, bestellen und verwalten lassen, egal wo sie erschienen sind. Buchhandlungen, Bibliotheken und Verlage rund um den Globus arbeiten mit demselben System.

Eine ISBN hat 10 oder 13 Ziffern, je nachdem, wann das Buch erschienen ist. Seit 2007 werden nur noch 13-stellige Nummern vergeben. Die Ziffern verraten das Sprachgebiet, den Verlag und das Buch selbst. Bei Büchern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz folgt auf die 978 eine 3, die Kennzahl für den deutschsprachigen Raum. So lassen sich Titel und Ausgaben sauber auseinanderhalten. Hörbuch, E-Book und Taschenbuch bekommen jeweils eine eigene ISBN, auch wenn der Inhalt derselbe ist.

Die ISBN findest du meist auf der Rückseite des Buches, direkt beim Strichcode. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht. Wer ein Buch über den Buchhandel verkaufen will, beantragt sie aber vor dem Erscheinen, denn ohne ISBN ist ein Titel kaum zu finden. In Deutschland ist dafür die ISBN-Agentur bei der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main zuständig.

International eingeführt wurde das System 1970. Als Vorbild diente eine britische Buchnummer, die kurz zuvor entstanden war.

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