Wie lang ist die Strafrunde im Biathlon?

Wer im Biathlon eine Scheibe verfehlt, muss für jeden Fehlschuss eine Strafrunde von 150 Metern laufen. Das gilt für die meisten Wettkampfformen, zum Beispiel Sprint, Verfolgung und Staffel.

Eine Strafrunde dauert in der Regel 20 bis 30 Sekunden, je nach Schneeverhältnissen und Tempo. Die Runde liegt direkt neben dem Schießstand, die Athleten biegen also sofort nach dem letzten Schuss dort ein.

Im Einzel ist es anders. Dort gibt es keine Strafrunde, sondern eine Minute Strafzeit pro Fehlschuss. Im Kurzeinzel sind es 45 Sekunden. Treffsicherheit zählt in diesen Rennen also noch mehr. In der Staffel haben die Athleten dagegen pro Schießeinlage drei Nachlader. Erst wenn auch die verschossen sind, geht es für jede stehende Scheibe in die Strafrunde.

Das Strafsystem macht das Schießen mindestens so wichtig wie das Laufen. Auch ein schneller Läufer verliert viel Zeit, wenn die Präzision am Schießstand nicht stimmt. Die Scheiben stehen 50 Meter entfernt. Liegend ist das Ziel nur 45 Millimeter groß, stehend 115 Millimeter.

In Deutschland kannst du das jeden Winter live sehen. Oberhof in Thüringen und Ruhpolding in Oberbayern sind die beiden deutschen Stationen im Biathlon-Weltcup.

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