Was ist ein Turnover im Handball?
Ein Turnover im Handball ist ein Ballverlust: Die Mannschaft, die den Ball hat, verliert ihn, und der Gegner bekommt die Chance zum Angriff. Das passiert etwa nach einem Fehlpass, wenn der Ball ins Aus geht oder wenn die Abwehr des Gegners ihn erobert.
Oft entstehen Turnovers, weil Spieler beim Passen zu schnelle oder falsche Entscheidungen treffen. Genauso häufig passieren sie, wenn eine Mannschaft unter hohem Druck steht und die Abwehr des Gegners Fehler erzwingt.
Ein Turnover kann ein Spiel in einer Sekunde drehen. Plötzlich kann der Gegner einen Tempogegenstoß starten. Deshalb trainieren viele Mannschaften gezielt, Ballverluste zu vermeiden und die Kontrolle über Ball und Tempo zu behalten.
In der Statistik werden Turnovers gezählt, um zu messen, wie gut eine Mannschaft den Ball sichert. In deutschen Spielberichten steht dafür meist „technische Fehler“ oder „Ballverluste“. Wer weniger davon hat, spielt in der Regel auch erfolgreicher.
Der Begriff kommt aus dem Englischen und ist nicht auf Handball beschränkt. Im Basketball und im American Football heißt ein Ballverlust ebenfalls Turnover.