Warum und wie machen Bienen Honig?
Bienen machen Honig, um über den Winter genug Futter zu haben. Alles beginnt damit, dass sie Nektar aus Blüten sammeln und ihn in einem eigenen „Honigmagen“ nach Hause tragen. Dort kommen Enzyme dazu, die den Zucker aufspalten: Aus Saccharose werden Traubenzucker und Fruchtzucker.
Im Bienenstock verarbeiten die Arbeiterinnen den Nektar weiter und verteilen ihn in Wachszellen. Dann fächeln sie mit den Flügeln, bis der Wassergehalt unter 18 Prozent sinkt. Zum Schluss verschließen sie die Zellen mit einem Wachsdeckel.
Honig wirkt antibakteriell. Das liegt an seinem niedrigen pH-Wert, dem geringen Wassergehalt und an natürlichem Wasserstoffperoxid. Deshalb wird Honig praktisch nie schlecht, solange er trocken und gut verschlossen bleibt. Wird er im Glas fest, ist das kein Zeichen von Verderb: Kristallisieren ist normal.
Oft heißt es, Archäologen hätten in ägyptischen Gräbern 3.000 Jahre alten Honig gefunden, der noch essbar war. Belegt ist das nicht. In den untersuchten Krügen fanden sich nur eingetrocknete Reste, die sich nicht sicher als Honig bestimmen ließen. Der älteste bekannte Honig stammt aus Georgien im Kaukasus und ist über 5.500 Jahre alt, älter als die Pyramiden von Gizeh.