Wie werden beim Eiskunstlauf die Punkte berechnet?
Beim Eiskunstlauf besteht die Punktzahl aus zwei Hauptteilen. Zuerst bekommt der Läufer Punkte für die technischen Elemente: Sprünge, Pirouetten und Schrittfolgen. Die Preisrichter schauen, wie schwer ein Element ist und wie sauber es gelingt. Je schwieriger oder besser ausgeführt, desto mehr Punkte.
Der zweite Teil sind die Programmkomponenten. Hier gibt es Punkte für das läuferische Können und für das Künstlerische: Choreografie, Ausdruck und Musikgefühl. Dabei geht es darum, wie das gesamte Programm wirkt, nicht nur um die einzelnen Tricks.
Im Wettkampf werden beide Teile addiert. Ein Sturz kostet zusätzlich einen Punkt Abzug. Ein verpatzter Sprung bringt dagegen weniger Punkte, weil die Preisrichter die Ausführung schlechter bewerten. Am Ende zählen Kurzprogramm und Kür zusammen, im Eistanz Rhythmustanz und Kür. Daraus ergibt sich das Endergebnis.
Das System heißt IJS, kurz für International Judging System. Es gilt seit 2004 und ersetzte die alte Bewertung mit der Höchstnote 6,0, die noch aus der Zeit von Katarina Witt bekannt ist. Auslöser war der Wertungsskandal bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City.
Für Zuschauer ist die Wertung dadurch transparenter geworden. Technische und künstlerische Punkte lassen sich getrennt ablesen, und man sieht genau, wo ein Läufer Punkte gewonnen oder verloren hat.