Was ist Voyeurismus?

Voyeurismus bedeutet, dass jemand sexuell erregt wird, wenn er andere heimlich beim Nacktsein, beim Ausziehen oder beim Sex beobachtet. Die Beobachteten wissen nichts davon. Das Wort stammt vom französischen Verb voir, das „sehen“ bedeutet. Ein Voyeur ist also wörtlich „einer, der zuschaut“.

In der Psychologie gilt Voyeurismus als eine Form von Paraphilie, also als sexuelle Vorliebe, die von der Norm abweicht. Von einer Störung sprechen Fachleute aber erst, wenn jemand unter der Neigung leidet oder sie ohne Zustimmung anderer auslebt.

Nicht jeder Voyeurismus ist verboten. Wer andere heimlich und ohne Zustimmung beobachtet, verletzt aber ihre Privatsphäre. In den meisten Ländern kann das strafbar sein. In Deutschland ist das bloße Zuschauen meist nicht strafbar. Heimliche Fotos oder Videos von Menschen in intimen Situationen stehen aber unter Strafe.

Viele kennen den Begriff aus Film und Fernsehen, wo der „Voyeur“ meist als Spanner durchs Fenster blickt. Im Kern geht es aber um sexuelle Erregung durch das unbemerkte Beobachten intimer Situationen.

Das Gegenstück zum Voyeurismus heißt Exhibitionismus. Dabei zeigt sich jemand vor anderen nackt, um selbst Erregung zu empfinden, oft vor Fremden, die das gar nicht sehen wollen.

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