Was ist ein Salchow im Eiskunstlauf?
Ein Salchow ist ein Sprung im Eiskunstlauf. Der Läufer springt rückwärts von der Innenkante des einen Fußes ab, dreht sich einmal oder mehrmals in der Luft und landet auf dem anderen Fuß.
Erfunden hat ihn der Schwede Ulrich Salchow Anfang des 20. Jahrhunderts, daher der Name. Salchow war einer der erfolgreichsten Läufer seiner Zeit: zehn Weltmeistertitel und Olympiagold 1908 in London. Sein Sprung zählt heute zu den Grundsprüngen im Eiskunstlauf, zusammen mit Axel und Toeloop.
Ein einfacher Salchow hat eine ganze Umdrehung. Spitzenläufer springen ihn doppelt, dreifach oder sogar vierfach. Je mehr Umdrehungen, desto schwerer wird eine saubere Landung.
Das Besondere am Salchow: Der Läufer stößt sich mit der Kante der Kufe ab, nicht mit den Zacken an der Spitze. Das verlangt ein gutes Gleichgewichtsgefühl, saubere Technik und Präzision auf dem Eis.
Auch ein Deutscher hat einem Sprung seinen Namen gegeben. Der Rittberger, international Loop genannt, geht auf den Berliner Werner Rittberger zurück, der ihn 1910 erfand.