Warum heißt der dreifache Axel im Eiskunstlauf so?
Der Axel ist nach seinem Erfinder benannt, dem Norweger Axel Paulsen. Er zeigte den Sprung 1882 bei einem internationalen Eiskunstlauf-Wettbewerb in Wien. Seitdem trägt der Sprung seinen Vornamen.
Beim dreifachen Axel dreht sich der Läufer dreieinhalbmal in der Luft. Dann landet er rückwärts auf dem Eis. Die halbe Drehung extra hat einen einfachen Grund: Der Axel ist der einzige Sprung, bei dem der Läufer vorwärts abspringt. Die anderen Wettkampfsprünge beginnen alle rückwärts.
Deshalb gilt der dreifache Axel als besonders schwer. Er braucht viel Tempo, Sprungkraft und eine saubere Technik. Ein gelungener dreifacher Axel ist ein Höhepunkt jeder Kür. Perfekt gestanden wird er im Wettkampf bis heute selten.
Bei den Frauen dauerte es lange, bis jemand den Sprung schaffte. Die Japanerin Midori Ito landete 1988 als erste Frau einen dreifachen Axel im Wettkampf.
Paulsen selbst sprang nur einen einfachen Axel, also anderthalb Drehungen. Auch andere Sprünge tragen den Namen ihres Erfinders. Der Rittberger ist nach dem Deutschen Werner Rittberger benannt, der Salchow nach dem Schweden Ulrich Salchow.