Warum haben Golfbälle kleine Dellen?

Golfbälle haben kleine Dellen, damit sie weiter und stabiler durch die Luft fliegen. Die Vertiefungen heißen auf Englisch Dimples. Sie verringern den Luftwiderstand und geben dem Ball mehr Auftrieb, sodass er nicht so schnell an Tempo verliert.

Die ersten Golfbälle hatten eine völlig glatte Oberfläche. Mit der Zeit fiel den Spielern etwas auf: Alte Bälle mit Kratzern und Kerben flogen deutlich besser als neue, glatte Bälle. So entstand die Idee, die kleinen Dellen gleich bei der Herstellung in den Ball zu prägen.

Die Dellen erzeugen eine dünne, verwirbelte Luftschicht direkt an der Oberfläche. Diese Schicht liegt länger am Ball an, und dahinter bildet sich ein kleinerer Sog. Deshalb fliegt ein Ball mit Dellen höher und weiter als ein glatter Ball.

Moderne Golfbälle haben meist zwischen 300 und 500 Dellen. Ihre Zahl, Form und Tiefe sind genau berechnet, denn schon kleine Änderungen wirken sich auf Flugbahn und Kontrolle aus. Ein ähnliches Prinzip steckt hinter dem Fußball: Auch bei ihm bestimmt die Oberfläche, wie stark er in der Luft flattert.

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